Es muss nicht immer Scrum sein

Wer sich mit agilen Vorgehensmodellen in der Softwareentwicklung beschäftigt kommt an Scrum nicht mehr vorbei. Dabei ist gerade dieses Modell wohl eines der Komplexesten seiner Gattung. Wer auf der Suche nach einem Einstieg in die die agile Welt ist, verliert sich hier schnell in Regeln, Rollen und Konventionen. Aber muss es tatsächlich immer Scrum sein? Hier sind fünf Tipps für die täglichen “agilen Kick”.

#1 Informelle Arbeitsumgebung

6129928164_99a3262ca8_z Was tue ich gerade? Was muss ich als nächstes tun? Was habe ich bereits erledigt? Diese drei simplen Fragen gilt es permanent im Blick zu halten.

Zu sehen womit ich gerade beschäftigt bin fokussiert mich auf meine Aufgabe und vermeidet Ablenkungen. Den Blick auf die noch zu erledigenden Aufgaben verhindert ein Gefühl der Überforderung. Das abhaken von Aufgaben motiviert mich und signalisiert mir, dass es voran geht.

Ein physisches Kanban-Board  ist hier ein tolles Werkzeug. Nimm dir Zeit Aufgaben zu dokumentieren und zu strukturieren. Softwarewerkzeuge wir JIRA oder Microsoft TFS können zur Hilfe genommen werden. Die Flexibilität von Stift und Papier ist aber unerreicht.

#2 Das Daily

Scrum sieht vor ein tägliches, viertelstündiges Meeting zum besseren Austausch zu halten. Dies ist generell eine gute Idee und tut jedem Team (egal ob nun agil oder nicht) gut! Nimm dir also eine Tasse Kaffee und plaudere morgens ein bisschen mit den Teamkollegen. Aber haltet euch unbedingt an die vorgegeben 15 Minuten. Setzt euch nicht und achtet darauf tiefergehende Diskussionen in eigene Termine auszulagern.

#3 Schätzpoker

Es gibt wohl kaum etwas Unbeliebteres ist als Aufwände zu schätzen. Warum die Sache deshalb nicht etwas auflockern? Anstatt Aufwände auszusprechen und direkt rechtfertige zu müssen, schreiben alle Teilnehmer ihre Einschätzung verdeckt auf ein Blatt Papier. Sinnvoll ist, dass man sich auf eine Skala einigt. Alle decken ihre Aufwände gleichzeitig auf und diskutieren. Liegen die Aufwände im gleichen Rahmen, ist alles in Ordnung und man sollte schnell fertig sein. Kommt man allerdings auf völlig unterschiedliche Einschätzungen könnte etwas mit der Formulierung der Problemstellung nicht stimmen.

#4 The Walking Sceleton

Wenn du eine neue Funktion einbaust versuche nicht die eierlegende Wollmilchsau aus dem Stand zu erstellen. Funktionierende Software ist wichtig und deine persönliche Bestätigung. Baue der einen Pfad der funktioniert, aber noch steinig ist. Iterativ verbesserst du deine Software zum gewünschten Ergebnis.

#5 Sprints

Auch wenn deine Auftraggeber nicht viel Wert darauf legen, organisiere dich in Sprints. Setze dir Milestones und bespreche diese mit dem Kunden/deinem Team. Ein Zeitraum von 14 Tagen ist überschaubar und handlich. Monatelang im Elfenbeinturm zu programmieren kann zu einem bösen Erwachen führen.

Literaturempfehlung

Es wird viel zum Thema geschrieben. Wer einen komprimierten Einstieg sucht ist mit diesen Werken gut aufgehoben.

Teacha: TypeScript works!

teacha_48Bisher habe ich nur wenige Webanwendungen oder Apps  in TypeScript gefunden. Microsoft hat vor kurzem offiziell die Version 1.0 freigegeben. Ein Beispiel, dass TypeScript funktioniert ist die App Teacha. Teacha ist ein digitales Notenbuch für das Microsoft Surface bzw. Windows 8.1. Ein weiteres Beispiel ist übrigens der XBOX Music Store, der bereits 2013 auf der //BUILD vorgestellt wurde.

SAP: Testversion von Netweaver wiederbeleben

Nach einigen Wochen Pause wollte ich kürzlich meinen Netweaver-Spielplatz wieder betreten. Wie schon zu erwarten, war die Testlizenz abgelaufen. Leidensgenossen wissen, wie nervig eine Neuinstallation ist (da sollte man schon acht Stunden Rechnerzeit einrechnen). Also neue Lizenz beantragt und eingespielt. Aber wie war noch das Passwort für SAP*?

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Chrome: Web-SQL-Datenbanken administrieren

imageWenn man an Apps entwickelt, die mit Web-SQL funktionieren müssen, bleibt beim Testen oft nur Chrome. Firefox und IE unterstützen das Feature leider (noch) nicht.

Wenn man für Blackberry-Endgeräte entwickelt, bleibt sogar nur Chrome, weil der entsprechende Emulator als Extension kommt.

Um während der Entwicklung den Überblick über die Datenbanken zu behalten gibt es Lita. Das Tool kann die Chrome-Datenbank (und andere SQLite-Datenbanken) öffnen und editieren. Testdaten o.ä. anzulegen geht mit dem Tool wesentlich schneller als mit dem Chrome-Debugger.

P.S.: Die Datenbanken legt Chrome übrigens unter “C:\Users\<username>\AppData\Local\Google\Chrome\User Data\Default\databases” ab.